Zooparkfreunde auf Reisen

Rückblick auf unsere Zwei-Tagesfahrt nach Landau und Karlsruhe

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir am späten Vormittag Landau. Direkt bei der Ankunft im Zoo wartete eine große Überraschung auf uns. Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Zoofahrten wurden wir vom Freundeskreis des Landauer Tiergartens mit einem Sektempfang willkommen geheißen. Dazu gab es Brezeln und alternativ Saft und Wasser. Trotz dessen, dass die Landauer Zoofreunde an diesem Wochenende eine Fahrt in die Schweiz unternahmen, hatten sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Back und die Stellvertreterin Frau Brunner-Hagedorn Zeit für uns genommen. Auch ließ es sich Zooparkdirektor Dr. Jens Ove Hecke nicht nehmen, die Führung durch sein Revier selbst durchzuführen.

Die Entstehung des Zoos Landau nahm im Jahr 1904 seinen Lauf. Damals übernahm der Verein „Vogelfreund“ das heutige Zoogelände und errichtete ein Vogelhaus und kleinere Tiergehege. 1973 übernahm der Tierarzt Dr. Rudolf Spengler die Leitung. Sein Wissen um die neuen zoologischen und tierärztlichen Erkenntnisse brachte einen großen Wandel in der Umgestaltung des Zoos. Wie bedeutend sein Wirken war, zeigt die Errichtung eines Gedenksteins zu seinen Ehren. Eine Erweiterung des Zoogeländes von zwei auf die heutigen vier Hektar erfolgte im Jahr 1990. Seit 2000 leitet der Tierarzt Dr. Jens-Ove Heckel den Lan­dauer Zoo. Er arbeitet seitdem stetig daran, dass der Zoo nicht nur eine Erholungsstätte bietet, sondern eine Entwicklung zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum nimmt. Aus Platzgründen verzichtet der Zoo vernünftigerweise auf die großen Tiere, ohne deshalb weniger attraktiv zu sein. Auf ca. 4,5 Hektar befinden sich über 700 Tiere. Eine Besonderheit ist unumstritten die Zooschule in Kooperation von Univer­sität und Zoo. Beim Rundgang konnten wir sehr eindrucksvoll und ein wenig neidvoll miterleben, wie eine harmonische, gleichberechtigte und intensive Zusammenarbeit von Zooparkleitung und Vereinsleitung die Grundlage für eine erfolgreiche und ziel­orientierte Gestaltung des Zooalltages bilden. Die Führung durch den Zoo leitete der Zoodirektor Dr. Heckel. Wir haben einen kleinen, aber feinen Zoo besuchen dürfen. Vielen Dank!

Nach einer Übernachtung führte uns am zweiten Tag der Weg in den Karlsruher Zoostadtgarten. Die Geschichte des Zoos beginnt schon im Jahr 1865. Damals gründeten engagierte Bürger des badischen Vereins für Geflügelzucht den „Tiergarten“, einen der ältesten Zoos in Deutschland. Es fanden stetig neue Umbauten statt. ­Eines der größten Projekte ist das 1999 völlig umgestaltete, naturnahe Außengehege für die Elefanten. Im Oktober 2000 wurde im Rahmen des Großprojektes „Lebensraum Wasser“ das neue Eisbärengehege eröffnet. Es zählt zu den modernsten Europas. 2015 wurde das Exotenhaus fertig gestellt. Die Anlage im Karlsruher Zoo wurde komplett von den Zoofreunden finanziert. Der Zoo hat es sich zur Aufgabe gemacht, älteren asiatischen Elefantenkühen einen schönen Lebensabend zu bereiten, wie z. B. der 63-jährigen Rani, Deutschlands ältester Elefantin. Mit einer großen Anzahl wunderbarer Eindrücke endete unsere groß­artige Zooreise. Für mich eine der schönsten an der ich teilnehmen konnte. Nicht zu vergessen ein kleines Highlight auf der Rückfahrt, die interessanten Erzählungen von Dr. Neuschulz aus der Geschichte unseres Thüringer Zooparks.  Vielen Dank an Herrn Asmus und alle fleißigen Helfer, die zur Vorbereitung und Durchführung der Zoofahrt beigetragen haben.

Stefanie Kurth und Elvira Mattheß, Fotos: Katrin Kurth