Eine begeisterte Reiseteilnehmerin berichtet von der Zoofahrt

 

Die Mitglieder des Vereins der Zooparkfreunde Erfurt unternahmen vom 22. bis 26. Mai 2019 wieder eine ihrer allseits beliebten Zoo-Busfahrten. Es war bereits die 39. Im nunmehr 26. Jahr des Bestehens des Vereins und auch die bisher längste mit Besuchen von drei Zoos und einem anspruchsvollen Rahmenprogramm wie Stadtrundfahrten und -führungen in den jeweiligen Städten der Schweiz. Nun aber zu den Zoos:

39. Zoofahrt in die Schweiz

Zoo Basel

Am 03. Juli 1874 war der Eröffnungstag des Baseler Zoo. Neben den verschiedensten Tieren gab es besondere Attraktionen wie die Tiere im Raubtierhaus: Wolf, Luchs, Dachs, Fuchs, Wildkatze und Marder, sowie der Bärengraben, die Felsenanlage mit Gämsen und Steinböcken und das Bassin mit Fischotter und Biber. Über die Jahre hat der Baseler Zoo eine enorme Entwicklung genommen.

Der Basler Zoo (in Basel liebevoll Zolli genannt) kann sich mit den großen Zoos in EuropaMessen. In den letzten Jahren wurde viel Geld und Ideenreichtum aufgeboten und in neue Gehege investiert. So sind heute die Affenanlage, die Elefantenanlage und das Afrika-Haus richtige Highlights des Zoos. Es sind aber die vielen kleineren und größeren, sehr schön  angelegten Gehege, die einen Besuch zum Ganztagserlebnis machen. Das Restaurant mit seinem Blick auf die Elefanten ist ein wirklicher Mehrwert und fügt sich schön in den Tierpark
ein. Für einen Besuch sollte man unbedingt einen ganzen Tag einplanen. Selbst das ist noch zu kurz. Er ist sicher nicht der größte Zoo – dafür mitten in der Stadt – ein perfekter Ort zum Staunen und Entdecken.

Die Führungen, sie uns durch den Zoo Basel geboten wurden, haben vielfache Akzente gesetzt, denn sie waren anschaulich und lehrreich. Dafür danken wir den Mitarbeitern ganz herzlich. Übrigens hat der Baseler Zolli auch einen Verein, der dem Zoo zur Seite steht. Der Freundeverein des Zoos Basel feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen und zählt aktuell rund 2300 Mitgliedschaften. Der Freundeverein fördert mit jährlichen Beiträgen den Bereich  „Bildung und Vermittlung“ und spendet für ausgesuchte Projekte des Zoos Basel.

 

Zoo ZürichMasoala Regenwald – ein Ausflug ins Tierreich

Der Zoo Zürich ist der zoologische Garten von Zürich. Der fast 90-jährige Zoo Zürich liegt idyllisch gelegen auf dem Zürichberg über den Dächern der Stadt im Grünen. Er ist der führende Zoo der Schweiz. Fast eine Millionen Tierfreunde besuchen jährlich den Zoo, der im Jahr 2019 sein 90-jähriges Jubiläum feiert und damit zu einem der ältesten Tierparks der Alpenrepublik GEHÖRT: Der Zoo Zürich zeigt ein attraktives Naturerlebnis. Die Vielfalt der Tierwelt gibt u.a. mit den Fütterungen und Führungen einen Einblick in die wissenswerte Welt der Tiere. Es leben rund 4.000 Tiere verteilt auf 380 Arten im Zoo Zürich. Die älteste Bewohnerin heißt Nigrita und ist eine Galápagos-Riesenschildkröte. Sie ist über 70 Jahre alt und seit 1946 im Zoo Zürich zuhause. Der Zoo Zürich versteht sich als Botschafter zwischen Mensch, Tier und Natur. Es gibt vielfältige Initiativen und Programme zum Fortbestand der biologischen Vielfalt. Der Zoo kümmert sich um die Wissensvermittlung bei Gross und Klein. Die Gehege sind wundervoll und artgerecht gestaltet und mit viel grünen Pflanzen und Farben ein großer Auslauf für die Tiere.

Man merkt, dass die Mitarbeiter für die Tiere da sind. Kompetente Auskünfte bei auftretenden Fragen zeugen von großem Wissen und Liebe der Mitarbeiter zu den Tieren. Die erstellte Masoala Halle ist super: Tropische Wärme und Vegetation. Man könnte noch viel mehr erzählen und muss dabei aufpassen, sich nicht in Einzelheiten zu verlieren.

 

Tierpark Bern

Als letzten Tierpark besuchten wir den Tierpark in Bern, der aus dem Dählhölzli und dem Bärenpark besteht. Wir besuchten den Dählhölzli, der Name stammt von der Waldkiefer ab, im Berner Dialekt „Dähle“. Der Zoo wurde mit vielen Spenden und Legaten gefördert.

In diesem Tierpark wurde uns ein sehr herzlicher Empfang zuteil. Es ist nur ein kleiner Zoo, aber mit sehr viel Liebe und Verstand geführt und betreut. Es ist ein sehr schöner Naturraum, in dem auch zahlreiche Tiergehege mit teilweise seltenen Tierarten zu finden sind, wie Braunbär, Leopard, Papageientaucher, Elch, Seehund, Moschusochse um nur einige zu nennen. Rund die Hälfte des Dählhölzli ist frei zugänglich oder einsehbar, so die Gehege der Aare entlang, der Kinderzoo und das Luchs-Gehege, der Wisent-Wald ebenso die Anlagen der Rauhfusshühner und die Flamingo-Anlage.

Auch heute wird das Konzept beibehalten ein Naherholungsgebiet für Familien mit dem pädagogischen Anspruch eines zoologischen Gartens zu verbinden. Die Realisierung, tiergerechten Lebensraum zu erschaffen, hat weiterhin höchste Priorität. Wir verbrachten einen angenehmen Besuch mit netten Mitarbeitern des Zoos und einigen  Mitgliedern des Tierparkvereins. Vielen Dank an alle.

Abschließender Höhepunkt der Fahrt war der Besuch des Rheinfalls in Schaffhausen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein äußerst lehrreicher und auch vergnüglicher Ausflug war. Um tiefer in die Materie der 3 Zoos einzutauchen, lohnt sich ein individueller Besuch. Nicht vergessen möchte ich die umfassende Betreuung von unserem Busfahrer, jeder hat
sich wohlgefühlt.

Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Ausflug, unserer 40. Zoofahrt am 07. September 2019 nach Dessau.