Neujahrsempfang aus Anlass des 25jährigen Bestehens der Erfurter Zooparkfreunde

Der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt hatte zum Neujahrsempfang aus Anlass seines 25jährigen Bestehens geladen. Zahlreiche Ehrengäste, wie der ehemalige Zoodirektor, Sponsoren, Gäste aus der Politik, die Zoodirektorin Sabine Merz und um die 200 Vereinsmitglieder waren der Einladung in das DasDie Brettel gefolgt. Gekonnt interpretierte die „Wellblech-Big-Band“ der Musikschule eingangs den Rocky-Titel „Eye of  the Tiger“ und begrüßte passend zum Thema Gäste und Mitglieder. Tiefe Verbeugung vor dem Engagement des Vereins. So wird Geld „gesammelt“, um einst Erschaffenes zu erhalten bzw. den Lebensraum der Tiere stetig zu verbessern und gleichzeitig die Attraktivität des Besuchermagneten in der Landeshauptstadt zu erhöhen.

„Stellen Sie sich einmal vor, wie der Zoopark ohne all die Aktivitäten und Projekte der Zooparkfreunde heute stehen und aussehen würde“, so Dietmar Schumacher, der Ehrenvorsitzende des Vereins bei seiner Rückschau auf 25 Jahre fragend in die Runde.

Ob der  beliebte Flamingo-Platz, die Kea- und Südamerikaanlage, das Außengelände der Löwensavanne, verschiedene Volieren, Spiel- und Verweilplätze für die Besucher oder die Rekonstruktion der Naumann-Villa, all das entstand einzig durch das nicht müde werdende Engagement der Zooparkfreunde

In 92 Projekte des Zooparks wurden über 2 Millionen investiert

In 92  Projekte  hat der Verein seit seiner Gründung vor 25 Jahren beachtliche finanzielle Mittel in Millionenhöhe investiert. Der Verein verkauft Lose und Souvenirs, vermittelt  Tierpatenschaften, vermietete die Axmannsvilla und vieles mehr. Vereinsmitglieder wirken als Lotsen. Der Verein schaut über seinen Tellerrand und holte sich Anregungen in namhaften Zoos. Dietmar Schumacher sparte nicht mit Kritik in Richtung Stadt- und Zooverwaltung. So zeigt er keinerlei Verständnis über die Schließung des Aquariums, bei dem Zoodirektor Dr. Kölpin noch 120.000 €  in das  Außengelände investierte. Zudem bezeichnete er die Pläne, ein weiteres Zoopark-Restaurant, eine Pinguin-Anlage bei dem zu erwartenden Klimawandel zu bauen und die Eintrittspreise trotz steigender Zuschüsse durch die Stadtverwaltung erneut zu erhöhen als fragwürdig und unterlegte das mit unumstößlichen Fakten. Das Konzept sollte auf 5 bis 6 Jahre angelegt werden, da nach dieser Zeit auch der Kredit für die Elefantenanlage abgezahlt ist und damit die Finanzierung realistischer wird.

Der Beigeordnete für Kultur und Stadtentwicklung, Tobias Knoblich zollte dem Verein, als einem der größten und engagiertesten der Stadt Dank und Anerkennung. Vereinsvorsitzender Karsten Hofmann würdigte eingangs das Ehrenamt an sich, gratulierte dem Ehrenvorsitzenden Dietmar Schumacher zu dessen 80. Geburtstag und dankte ihm sehr für seine bisherige unermüdliche Arbeit im Zooparkverein.      

M.L.-F.