Wirtschaftsplan 2018 des Thüringer Zoopark Erfurt nicht erfüllt

Am 22. Mai 2019 wurde vom Stadtrat der Jahresbericht des Thüringer Zoopark Erfurt für 2018 festgestellt. Im Werkausschuss und im Stadtrat gab es leider keine wesentlichen Festlegungen dazu, wie die negative wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre gestoppt bzw. ein positives Gesamtergebnis erreicht werden kann.

Die Umsatzerlöse (Einnahmen) liegen unter dem beschlossenen Planansatz. Der Rückgang wird von der Werkleitung mit „einem geänderten Besucherverhalten“ und den Wetterbedingungen begründet. Auch im Ausblick für das Jahr 2019 wird bei erhöhten Eintrittsgeldern mit geringeren Besucherzahlen und Umsatzerlösen ausgegangen. Die ega kann bei gleichen Wetterbedingungen höhere Besucherzahlen verbuchen. Eine Steigerung der Besucherzahlen (2018 – 360.000 Besucher) erreicht man nur durch Erhöhung der Attraktivität (Bau von Tieranlagen) und ansprechenden Veranstaltungen. Die Miet- und Pachteinnahmen sind auch um 30 Tsd. Euro gesunken, da z.B. die Gaststätten über mehrere Jahre nicht verpachtet waren und z.T. sind.

Da es zwischen den Beschäftigten und der 1. Werkleiterin Kommunikationsprobleme gibt, wurde von der Stadtverwaltung ein Meditationsverfahren eingeleitet (Kosten 25 Tsd. Euro). Die höchste Kostensteigerung resultiert aber aus dem lfd. steigenden Personalkosten, die nur z.T. mit den Lohnsteigerungen zu begründen sind. Die Verwaltung des TZP wird ohne Grund mit Mitarbeitern aufgestockt, ohne das eine Effiziensverbesserung zu verzeichnen ist.

Der Thüringer Zoopark Erfurt hat für 2018 300 Tsd. Euro mehr Zuschuss von der Stadtverwaltung erhalten, ohne die Investitionen zu erhöhen. Im Gegenteil, es werden diese laufend abweichend von der Planung reduziert und z.T. trotzdem nicht erfüllt.

Das ist genau der falsche Weg für eine positive Entwicklung des Zooparks, die sich im Rückgang der Besucherzahlen in den nächsten Jahren wiederspiegeln wird.