Zooparkfreunde auf 40. Zoofahrt zum Tierpark Dessau/Roßlau

 

Am 7. September 2019 wurde zur 40. Zoofahrt in den Tierpark Dessau-Roßlau mit anschließender Stadtrundfahrt eingeladen. Das Interesse war so groß, dass dafür zwei Busse benötigt wurden. Mit positiver Wetterprognose und guter Laune konnte der Ausflug pünktlich um 7.30 Uhr beginnen und nach gut zwei Stunden waren wir schon vor Ort.

40. Zoofahrt in den Tierpark Dessau-Roßlau

Zoofahrtbericht vom Tierpark Dessau-Roßlau

Drei Mitarbeiterinnen vom Tierpark habe uns sehr herzlich empfangen und die Führung war geprägt von Sachkenntnis, Liebe zu den Tieren und zur Natur und Umwelt.

Der 1958 gegründete Tierpark Dessau-Roßlau ist 11 ha groß und ist nicht nur ein Tierpark, sondern heute auch das größte Naherholungsgebiet von Dessau. Es liegt inmitten von Bäumen und Sträucher und gibt nicht nur Auskunft über die Herkunft der Tiere sondern informiert auch über deren Lebensumfeld. Unterstützung dazu sollen u. a. der im Aufbau befindliche anhaltische Lehrbauernhof, sowie der Lehrpark für Tier- und Pflanzenkunde geben. Wenn wir die Tiere kennen, haben wir mehr Verständnis für die Umwelt.

Schwerpunkt im Dessauer Tierpark liegt auf den europäischen Tieren, wie Wölfe, Luchse, Hirsche, Ziegen, Esel und Schafe. Es gibt Freigehege für Eulen und begehbare Volieren für die verschiedensten Vogelarten. Auch Tiere aus dem amerikanischen Lebensraum sind vertreten, wie Jaguar, Mara und Nandu sowie verschiedene Papageienarten.

Auch der Tierpark Dessau hatte Verluste zu beklagen. So mussten sie sich von den beiden Braunbären Teddy und Eika in diesem Jahr verabschieden. Dafür kann man sich über Nachwuchs bei den Kattas freuen. Ebenso gibt es im Dessauer Zoo nach Jahren wieder Dingos. zwei Tiere aus Berlin sind nach Dessau umgezogen.

Ich könnte endlos weiter erzählen, was uns die drei Mitarbeiterinnen bei unserem Rundgang vermittelt haben. Ich denke der kurze Überblick ist ausreichend, um zu dokumentieren, dass auch dieser Tierparkbesuch uns viel Spaß und auch Lehrreiches geboten hat. Vielen Dank nochmal an die Belegschaft des Tierpark Dessau-Roßlau und noch viel Erfolg bei der Fertigstellung der neuen Projekte, bei denen auch der Förderverein Tierparkfreunde Dessau e.V. seinen Beitrag leistet.

Der zweite Teil unseres Ausfluges war die Stadtrundfahrt durch Dessau-Roßlau.

Die Stadt Dessau wurde 2007 mit Roßlau vereint und ist seitdem als Stadtteil Dessau von Dessau–Roßlau bekannt. Sie gilt als die grünste Stadt Deutschlands und hat 85 000 Einwohner. Sie liegt sehr idyllisch in einer Auenlandschaft und wird von der Mulde umflossen. Dessau ist von vielen Schloss – und Parkanlagen umgeben.

Bei der Fahrt mit dem Bus durch die Stadt gab es viele Sehenswürdigkeiten, wie das Bauhaus Dessau, die Meisterhäuser in der Ebertallee, das historische Arbeitsamt, Konsumgebäude, Stahlhaus und Laubenganghäuser und das Kornhaus und v.a.m. Jedes dieser Objekte erzählt eine Geschichte und es ist nochmal eine Reise wert, um Dessau-Roßlau ein bisschen näher kennenzulernen. Die historischen Gebäude sowie Kulturstätten werden mit dem Kulturpfad der Stadt verbunden.

Auch die Entwicklung zur Industriestadt soll nicht unerwähnt bleiben, besonders zu nennen ist Hugo Junkers, dessen Wirken weltbekannt ist. In den 1920er Jahren begann die Entwicklung und Ansiedlung des Bauhauses. Der Architekt Walter Gropius spielte hier eine führende Rolle, er gründete die Schule für Kunst und Architektur. In diesem Jahr ist das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“, was durch viele Aktivitäten gewürdigt wird. Bauhaus bedeutet kurz gesagt moderne Architektur, klare Linien, weiße Würfel, keine Schnörkel und Zusammenarbeit von Künstlern und Handwerkern. Die Stadt Dessau hat viele Stätten, die den Titel UNESCO Kulturwelterbe tragen. Bei der Stadtrundfahrt besuchten wir auch das Bundesumweltamt vorbei, welches das Deutsche Gütesiegel für nachhaltiges Bauen in Gold verliehen bekam.

Die Zeit war viel zu kurz, um sich intensiv mit der Stadt, der Geschichte und den Persönlichkeiten vertraut zu machen. Der allgemeine Überblick, den wir in der kurzen Zeit erhielten hat sicher bei vielen Mitreisenden die Neugier auf die Stadt Dessau-Roßlau geweckt. Und zumindest ich kann sagen, hier kommen wir noch einmal her.

Wir danken Herrn Asmus, der mit viel Engagement in altbewährter Weise auch die auch die 40. Zoofahrt zu einem spektakulären Höhepunkt machte.

Bericht von Frau Heine

Tierpark Dessau-Roßlau mit herzoglichem Mausoleum
Tierpark Dessau-Roßlau
Stadtrundfahrt Dessau-Roßlau

Reisebericht von der 40. Zoofahrt

Am 7. September fuhren die Mitglieder des Vereins der Zooparkfreude mit zwei Bussen zur 40. Zoofahrt in den Tierpark Dessau-Roßlau. Die Fahrt fand bei schönem Wetter statt. Ich selbst fuhr in Bus zwei. Unser Fahrer des Busunternehmens Büchner war spitze, sehr freundlich und hat uns sicher und souverän an unsere Zielorte gebracht.

Der Tierpark in Dessau hat allen Beteiligten sehr gut gefallen. Er ist nicht weit vom Stadtzentrum entfernt und liegt idyllisch im ehemals angelegten Garten der herzoglichen Familie. Vom weiten schon sieht man deren Begräbnisstätte, das Mausoleum, ein 43 Meter hoher Kuppelbau. Wie hatten Gelegenheit, einen Blick in das Innere zu werfen. Die Führungen, die in drei Gruppen durchgeführt wurden, waren sehr interessant und kurzweilig. Leider schafften es manche unserer Zooparkfreunde nicht, einen Imbiss einzunehmen.

Ein weiterer Höhepunkt, eine Stadtrundfahrt durch Dessau-Roßlau mit örtlichen Reiseführern war geplant und die Zeiten dafür festgelegt. Diese Rundfahrt war ebenfalls sehr interessant und führte u.a. vorbei am Bauhausmuseum, am Arbeitsamt von Walter Gropius, an den Meisterhäusern und am Kornhaus direkt am Elbufer. Dort gab es einen kleinen Zwischenstopp, ebenso im Technikmuseum.

Es war ein kleiner, aber sehr gelungener Ausflug und damit ein erneut schönes Erlebnis für die Mitglieder unseres Vereins. Wir bedanken uns ausdrücklich bei Herrn Asmus für die gute Vorbereitung und Organisation und all denen, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Auf der Heimfahrt gab es reichliche Vorschläge für zukünftige Zoofahrten. Lassen wir uns überraschen!

Bericht von Frau Zapf